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Der Herr des Ringwalls
Buchvorstellung in der Europäischen Akademie Otzenhausen am 02. September 2010 um 18.00 Uhr
Geheimnisvolle Klänge zeitgenössischer antiker Musik empfingen die über 100 Abenteuer- und Keltenfans, die sich am 2. September 2010 in der Europäischen Akademie Otzenhausen zur Präsentation von "Der Herr des Ringwalls" eingefunden hatten. Dr. Thomas Fritsch, Projektleiter am keltischen Ringwall von Otzenhausen, stellte sein gleichnamiges Jugendbuch vor. Aus der Sicht des zwölfjährigen Mädchens Pettia beschreibt er das Leben der keltischen Treverer in unserer Region, das von dem sich abzeichnenden Krieg mit Caesars Legionen überschattet wird. Um 54 vor Christus gelangt Pettia mit ihrem Vater bis an den Ringwall (des heutigen Otzenhausen), wo der mächtige Fürst Indutiomarus residiert und den Widerstand gegen die Römer organisiert. Heutzutage wissen wir nur wenig über die Geschicke und Erlebnisse des einfachen Volkes in keltischer Zeit. Auch wenn Pettias Erlebnisse somit fiktiv sind, bezieht "Der Herr des Ringwalls" wissenschaftliche Erkenntnisse mit ein und gibt einen tiefen Einblick in Leben und Kultur eines geheimnisumwobenen Volkes aus längst vergangenen Zeiten. Es gelingt Thomas Fritsch, die Leser mitzunehmen und die geheimnisumwobene Welt der Kelten vor unserem inneren Auge lebendig werden zu lassen.
Spurensucher finden im Anhang Hinweise, wo man auch heute noch interessante archäologische Stätten im Saar-Hunsrück-Raum entdecken kann. Der Grafiker und keltische Reenactor Gliaugir setzte die Erzählung mit seinen Illustrationen atmosphärisch ins Bild.
Thomas Fritschs Lesung war der Höhepunkt einer Zeitreise, die von Grußworten von Eva Wessela, Geschäftsführerin der Europäischen Akademie Otzenhausen, sowie Christian Kaster, Geschäftsführer der Terrex gGmbH, eingeläutet wurde. Sie gehörten neben der Gemeinde Nonnweiler und FORUM EUROPA e.V. zu den Veranstaltern. Anschließend stellte Dr. Meinrad M. Grewenig, Generaldirektor des Weltkulturerbes Völklinger Hütte, den Zusammenhang her zur großen Ausstellung "Die Kelten - Druiden. Fürsten. Krieger. Das Leben der Kelten in der Eisenzeit" und dem Keltenjahr 2011, bei dem auch der Ringwall eine herausragende Rolle spielt. Werner Feldkamp, 1. Vorsitzender der Kulturlandschaftsinitiative St. Wendeler Land, informierte über das Projekt "2500 Jahre Geschichte im Sankt Wendeler Land". Der gallorömische Barde Woltähr Liederschmitt setzte mit keltisch inspirierten Eigenkompositionen und von lateinischen Originalen übernommenen fremdartigen und gleichwohl fröhlichen Liedern einen Kontrapunkt zu den sphärisch-getragenen Weisen aus der Antike.
Der Herr des Ringwalls, Autor: Dr. Thomas Fritsch, Illustrationen: Gliaugir, 160 Seiten, ISBN 978-3-00-031218-2, erhältlich im Buchhandel, Preis 9,95 €
Was haben Stromgeneratoren und Aquarelle gemeinsam?
Benefizauktion von Kunstwerken am 19. Februar 2010 im Rathaus Riegelsberg
Dass kantige Stromgeneratoren und zarte Aquarelle, nüchterne Laborausstattungen und phantasievolle Skulpturen unter gewissen Umständen sehr viel miteinander zu tun haben können, bewies am 19. Februar 2010 sehr eindrucksvoll die Gemeinde Riegelsberg in Kooperation mit dem Verein FORUM EUROPA e.V. Unter dem Motto "Hilfe für Haiti" organisierten sie unter tatkräftiger Mithilfe der Mitarbeiter des Rathauses eine Kunstauktion, deren Erlös vollständig der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk Deutschland zugutekommt. Diese wiederum hatte zugesagt, mit den eingenommenen Geldern – rund 11.000 €, wie die Hauptorganisatorin Annerose Nill, Kulturbeauftragte der Gemeinde Riegelsberg, zum Abschluss der Veranstaltung strahlend verkündete – u.a. die genannten Gegenstände als langfristige Hilfe für die Erdbebenopfer in Haiti zu beschaffen.
Bereits vor dem offiziellen Auktionsbeginn um 19.00 Uhr strömten die Gäste ins Rathaus, um die 100 sehr unterschiedlichen Werke zu begutachten und sich "ihres" schon einmal auszugucken. Regionale, aber auch nationale und internationale Künstler hatten zu dem guten Zweck beigetragen und ihre Werke gratis zur Verfügung gestellt.
Nahezu 100 Werke brachte Norbert Weis, von Beruf Auktionator und hier ehrenamtlich tätig, unter den Hammer: Fast alle fanden für den guten Zweck einen neuen Besitzer – wenn auch manchmal erst nach (Über-)bietungsaktionen, die für die Anwesenden wohl ebenso spannend waren wie für die Bieter selbst.
So blieb Roswitha Jungfleisch, Geschäftsführerin des Vereins FORUM EUROPA e.V., am Ende eines gelungenen Abends nur noch, sich im Namen der Beteiligten recht herzlich bei allen Künstlern, Spendern, Helfern und – last but not least – denjenigen zu bedanken, die ein Werk ersteigert und so dazu beigetragen hatten, dass es in Haiti ein bisschen weiter aufwärts geht.
Realismo italiano & Giardino privato Luciano Pelizzari: Im Dialog mit der großen Malerei
Ausstellung von Oktober 2009 bis Januar 2010
Fröhliches Gedränge herrschte bei der Eröffnung der Ausstellung "Realismo italiano & Giardino privato" von Luciano Pelizzari am 17. Oktober: Über 100 Kunstfreunde hatten sich anlässlich der 110. Ausstellung in der Europäischen Akademie Otzenhausen gGmbH zusammengefunden.
In seiner Kunst greift Luciano Pelizzari auf klassische Vorbilder zurück und interpretiert sie auf seine Weise neu. Seine in der Akademie gezeigten Frauendarstellungen – Porträts und Akte - zeichnen sich durch eine Liebe zum Detail aus, die über die Darstellung des Äußeren eines Menschen hinausgeht. Seine Bilder sind eine Hommage an ihre Schönheit, an ihre Stärken… und an ihre Schwächen. Hinzu kommen italienische Landschaften, manchmal geheimnisvoll im Dämmerlicht, manchmal durchflutet vom Licht des Mittelmeerraums – Poesie in Bildern. Seine großformatigen, vom Impressionismus beeinflussten Bilder aus dem Zyklus "Giardino privato" (Privater Garten) sprechen von italienischer Lebensfreude, Licht und Sonne und sind u.a. in den Gärten auf der Insel Mainau entstanden. Diese Verbindung zwischen Italien und Deutschland steht für das Leben Luciano Pelizzaris, der seiner italienischen Heimat Verona treu geblieben ist und doch seit Jahren in Saarbrücken lebt und arbeitet.
Seit 44 Jahren malt Luciano Pelizzari und hat viele Ausstellungen im In- und Ausland organisiert. Ihn "nur" als Künstler zu bezeichnen, wäre jedoch zu kurz gegriffen: Zahlreiche Veröffentlichungen in Deutsch und Italienisch unterstreichen seine Vielseitigkeit.
Mozart, Mendelssohn und Beethoven - grenzüberschreitend! Konzerte am 16. Juli 2009 in Luxemburg, am 17. Juli 2009 in Quierschied
Voll und ganz auf ihre Kosten kamen Musikfreunde anlässlich eines grenzüberschreitenden musikalischen Sommervergnügens, das FORUM EUROPA e.V. und die Europäische Akademie Otzenhausen gGmbH in Zusammenarbeit mit dem Conservatoire de Musique de la Ville de Luxembourg (Luxemburg) und der Hochschule für Musik Saar sowie – in Quierschied – dem Heimat- und Verkehrsverein Quierschied e.V. organisiert hatten: zwei identische Konzerte am 16. Juli in Luxemburg und am 17. Juli 2009, letzteres anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Heimat- und Verkehrsvereins Quierschied.
Dirigiert von Fernand Jung, Direktor des Musikkonservatoriums Luxemburg, gab das Orchester der Musikhochschule Saar im jeweils gut gefüllten Konzertsaal des Musikkonservatoriums Luxemburg sowie der Kirche Maria Himmelfahrt in Quierschied (s. Abbildung) eine gelungene Kostprobe seines Könnens. Auch die Solisten Laurent Albrecht Breuninger, Violine, und Prof. Thomas Duis, Rektor der Musikhochschule Saar am Klavier, überzeugten durch ihre virtuosen Interpretationen der Stücke und wurden ihrem Ruf als international renommierte Spitzenmusiker einmal mehr gerecht. Frenetischer Applaus war der Lohn für das eindrucksvolle Programm.
Welcome America 2009! Die SaarLorLux-Region im Zeichen amerikanischer Musik Jubiläumsveranstaltung anlässlich des 20-jährigen Bestehens von FORUM EUROPA e.V.
Über 150 Gäste waren vom 24. bis 26. April 2009 in die Europäische Akademie Otzenhausen gGmbH gekom-men, um an der Jubiläumskonferenz von FORUM EUROPA e.V. (Saarbrücken) teilzunehmen. Seit genau 20 Jahren setzt sich der Verein dafür ein, grenzüberschreitende Kultur und Bildung zu fördern. Nicht zu verwechseln übrigens mit der luxemburgischen Stiftung gleichen Namens, die sich die praktischen Aspekte des grenzüberschreitenden Zusammenlebens in der Großregion auf die Fahnen geschrieben hat. Beide wurden von Arno Krause, einem "Europäer der ersten Stunde" in unserer Region, gegründet und gehören zum Verbund "Partner für Europa", dessen Mitglieder mit unterschiedlichen Arbeitsschwerpunkten dazu beitragen, die europäische Integration zu fördern. Auch in unserer Region trägt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zur Steigerung des Wohlstands und der Lebensqualität bei. Musik und bildende Kunst als "Sprache, die jeder versteht", unterstützen diese Entwicklung.
Dass der Titel der Jubiläumsveranstaltung von FORUM EUROPA e.V., Saarbrücken, mit dem Generalthema der Musikfestspiele Saar 2009 übereinstimmte, war kein Zufall. Sie bot mit ihrer kurzweiligen Mischung aus Wissenswertem und kulturellem Programm einen Vorgeschmack auf die Festspiele; auch diese übrigens grenzüberschreitend: Außer im Saarland wurde amerikanische Musik auch in Lothringen und Luxemburg präsentiert. Zur Geburtstagsfeier verquickte FORUM EUROPA e.V. seine beiden Arbeitsschwerpunkte Kultur und Bildung.
Die Klezmermusikanten Irith Gabriely und Peter Przystaniak erwiesen der jüdischen Kultur, die die amerikanische nachhaltig prägte, ihre Referenz. "Alte Welt – Neue Welt" lautete der Titel der Ausstellung der Frankfurter Zeichnerin Hetty Krist, die am 24. April 2009 in der Akademie eröffnet wurde. Einen Tag später interpretierten die international renommierten Professoren Robert Leonardy (u.a. Organisator der Festspiele) und Thomas Duis (Rektor der Musikhochschule des Saarlandes) auf zwei Klavieren "Amerikanische Impressionen von Gershwin bis Bernstein". Sie lieferten einen weiteren eindrucksvollen Beweis dafür, wie sehr die Alte Welt die Neue Welt musikalisch beeinflusst hat.
"Happy birthday" also für 20 Jahre Förderung von Kultur und Bildung, sowohl für Projekte Dritter als auch eigene Projekte, deren bekanntestes vielleicht die Schaffung des keltischen Skulpturenwegs Cerda & Celtoi im Rahmen von "Luxemburg und Großregion – europäische Kulturhauptstadt 2007" mit Bildhauern aus ganz Europa ist. Neben seinem keltischen Arbeitsschwerpunkt organisiert FORUM EUROPA e.V. vor allem Ausstellungen.
Internationale Kunstsymposien "Cerda & Celtoi" - ein Skulpturenweg entsteht
Zum Anfassen nah ist die keltische Geschichte im SaarLorLux-Grenzgebiet, am keltischen Ringwall, dem so genannten "Hunnenring", in Otzenhausen. Hier fand von 2005 bis 2007 ein internationales Bildhauerprojekt statt: Cerda & Celtoi (Kunst & Kelten).
Sechs Künstler pro Jahr hatten die Aufgabe, im Laufe einer Woche je eine Skulptur - insgesamt 18 - zu dem Themenkreis "Kelten und Europa" zu erschaffen. Diese Skulpturen fanden letztlich auf einem keltisch inspirierten Skulpturenweg zwischen dem Ringwall und der Europäischen Akademie in Otzenhausen ihren Platz. Die Bildhauer verwendeten nach Wahl Material aus der Region, und zwar hauptsächlich Sandstein, aber auch Holz und Eisen, um dem Bezug auf die Kelten gerecht zu werden.
Erstes Symposium: 18. bis 24. Juli 2005 Zweites Symposium: 21. bis 27. August 2006 Drittes Symposium : 21. bis 27. Mai 2007
Im Laufe dieser drei Jahre entstanden ganz unterschiedliche Werke, die die Handschrift von Bildhauern aus ganz Europa tragen. Sie reichen von Nachbildungen historischer Funde (wie dem Battersea-Schild) über einen direkten Bezug zum Ringwall (z.B. Lebacher Ei) über keltische Mythen (wie Gott Dagda oder die Sonnenbarke) bis hin zu einer abstrakten Interpretation des Keltentums (z.B. die Söhne des Sucellus).
Was während der für ein solches Unterfangen letztendlich doch recht kurzen Woche unter ihren Händen entstand und jetzt auf dem keltischen Skulpturenweg zu bewundern ist, können Sie in der reich illustrierten, dreisprachigen Publikation nachvollziehen. Weitere Infos finden Sie auf dieser Seite unter "Buchprojekte". Wer statt lesen lieber wandern (oder beides!) möchte, kann sich direkt ab der Europäischen Akademie Otzenhausen auf den Weg machen. Infos und Anekdoten aus erster Hand zum Skulpturenweg erhalten Sie auf einer "original keltischen" Führung (Kontakt s. Aktuelle Projekte).
Das Projekt wurde im Rahmen von "Luxemburg und Großregion – Kulturhauptstadt 2007" unter der Schirmherrschaft Ihrer Königlichen Hoheiten des Großherzogs und der Großherzogin sowie unter den Auspizien des luxemburgischen Premierministers Jean-Claude Juncker realisiert.
Im Wendalinushof in St. Wendel sowie im Kunstzentrum Bosener Mühle können Sie Ausstellungen mit Exponaten sämtlicher an "St. Wendeler Land - steinreich" beteiligten Projekte sowie den angeschlossenen Shop mit regionalen Produkten besuchen.
Projektpartner:
Terrex gGmbH, Europäische Akademie Otzenhausen gGmbH, Gemeinde Nonnweiler, SaarForst Landesbetrieb
Das Projekt wurde aus Mitteln des Landes und der Europäischen Union (Europäischer Ausrichtungs- und Garantiefonds für die Landwirtschaft) im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative LEADER+ durch das Saarländische Ministerium für Umwelt gefördert. Es ist Teil der Projekte "Steinreich" der Kulturlandschaftsinitiative St. Wendeler Land (KuLanI).
Buchprojekte
2007 Europa morgen: Krise oder Prosperität? Abschlusspublikation einer internationalen Konferenzreihe
Als 2004 die Idee für diese Konferenzreihe entstand, stand die Union vor den Herausforderungen, ihr Sozial- und Wirtschaftsmodell zu erneuern, ihre geografische und politische Finaliät, ihre Stellung in der Welt... zu definieren. Bei jeder dieser Herausforderungen – und hierin bestand vielleicht ihre größte Aufgabe – sollte sie den Bürger (endlich!) direkt am Projekt Europa beteiligen.
Angesichts dieser Situation stellten sich die Organisatoren die Frage nach dem "Europa morgen", dem Europa nach diesem hier, und führten eine Konferenzreihe durch. Sie gliederte sich in fünf thematische Konferenzen auf, die zwischen November 2005 und November 2006 in fünf verschiedenen Ländern (Schweiz, Luxemburg, Portugal, Polen, Deutschland) stattfanden. Die Abschlusspublikation ist erhältlich bei FORUM EUROPA e.V. bzw. der Europäischen Akademie Otzenhausen gGmbH.
2007 Cerda & Celtoi - Ein Skulpturenweg entsteht Internationale Bildhauersymposien 2005 bis 2007
Die Ergebnisse der drei Kunstsymposien, die Beschreibung der Künstler und ihrer Werke sowie der regionalgeschichtliche Hintergrund sind in dem Buch "Cerda & Celtoi" zusammengefasst. Das Buch ist eine informative Mischung aus Kultur- und Wanderführer sowie populärwissenschaftlichem Werk, dessen wichtigste Passagen auch in englisch und französisch übersetzt sind. Es macht Sie mit dem Hintergrund des Projekts vertraut und gibt auch Hintergrundinformationen über die Kelten oder den Ringwall. Die Publikation ist erhältlich bei FORUM EUROPA e.V. bzw. der Europäischen Akademie Otzenhausen gGmbH.
2005 Unter der Kerze ist Schatten - Ein Buch von Sabine Graf Das Leben des Malers Alfred Fuchs
 "Unter der Kerze ist Schatten" ist ein Leitmotiv aus der Kindheit des Malers Alfred Fuchs als Symbol für einen Zufluchtsort, wo derjenige, der diesen Schattenfleck findet, vor der brennenden Hitze sicher ist. Alfred Fuchs wird 1925 als Sohn eines jüdischen Vaters und einer christlichen Mutter in Saarbrücken geboren. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland endet seine behütete Kindheit. Im Oktober 1935 siedelt die Familie nach Prag in die Heimatstadt seines Vaters über. Ihre Hoffnungen, dort dem Terror zu entgehen, erfüllen sich nicht. Wie es der Familie dennoch gelingt, in finsteren Zeiten stets den „Schatten unter der Kerze“ zu finden und sich ein neues Leben aufzubauen, erzählt Sabine Graf manchmal poetisch, manchmal sachlich, immer aber authentisch und spannend nach. Auf der Grundlage von Interviews aus dem Jahre 2003 zeichnet sie ein literarisches Bild von Alfred Fuchs, dessen Leben vom Nationalsozialismus geprägt war.
In seinem künstlerischen Lebenswerk hat Alfred Fuchs Eindrücke und Erfahrungen seines Lebens aufgearbeitet. Diese Biografie unterstreicht eindrucksvoll, weshalb er in seiner Kunst so eindeutig und vehement Stellung gegen Krieg und Unterdrückung bezieht und zur Menschlichkeit aufruft. Die Gestaltung einer Wand im KZ Auschwitz und seine jeweils mit Preisen ausgezeichneten Zyklen von Antikriegszeichnungen stehen für diese Seite des Künstlers Fuchs, der vorzugsweise mit Pastellkreiden arbeitete.
Dem Betrachter nahe – wenn auch auf eine ganz andere Weise - gehen ebenfalls die anrührenden Zeichnungen zum Thema „Mutter und Kind“, in denen er die Trennung seiner Familie aufarbeitet. Er stiftete der Europäischen Akademie Otzenhausen gGmbH 39 seiner Bilder hauptsächlich zu diesem Themenkreis: unbeschwert spielende Kinder, zärtliche Mütter, idyllische Landschaften – die Suche nach einer vergangenen, manchmal idealisierten Welt. Sie sind in einer Dauerausstellung in der Akademie zu sehen.
Alfred Fuchs, Ehrenmitglied der Europäischen Akademie Otzenhausen gGmbH, hätte 2005 seinen 80. Geburtstag gefeiert. Leider konnte er diesen Tag nicht mehr erleben: Er starb, während das Buch über ihn entstand. Es ist erhältlich bei FORUM EUROPA e.V. bzw. der Europäischen Akademie Otzenhausen gGmbH.
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